Wir haben den Wonderfold "L4" getestet und dabei vor allem auf die Alltagstauglichkeit geachtet. Wie hoch ist der Sitzkomfort für Kinder? Wie gut lässt sich der Wagen zum Einkauf nutzen? Wie leicht lässt er sich durch die Stadt schieben. Besonderes Augenmerk haben wir auf die Ausmaße – auch im zusammengefalteten Zustand – gelegt.
Das gefällt uns
- Top-Verarbeitung
- einfacher Aufbau
- große, geländegängige Räder
- viele komfortable Extras (Tür zum Einsteigen, Seitentaschen etc.)
Das könnte besser sein
- trotz Faltmöglichkeit immer noch sehr groß
- keine Zugstange wie bei anderen Bollerwägen
- hoher Preis
Produktbeschreibung
Der Wonderfold "L4" Bollerwagen ist eine interessante Lösung für Eltern, die mit mehreren Kindern unterwegs sind. Statt ständig zu tragen oder sich mit einem zu kleinen Kinderwagen abzumühen, bietet er Platz für bis zu vier Kinder. Mit wenigen Handgriffen ist er zusammen- oder aufgeklappt, steht zusammengefaltet von selbst und passt so auch in Abstellräume. Dank der 360°-Geländeräder fährt der "L4" auch auf unebenem Boden stabil und leicht steuerbar. Die Kinder sitzen dank der 5-Punkt-Gurte sicher und können über die seitliche Einstiegstür bequem ein- und aussteigen. Praktisch: Die Sitze lassen sich einzeln herausnehmen, sodass der Wagen je nach Bedarf als Kindertransporter oder als Lastenwagen genutzt werden kann. Ein verstellbarer Schiebegriff mit Kunstlederbezug sorgt für komfortables Handling, dazu gibt es eine Handgelenkschlaufe für zusätzliche Sicherheit. Für Sonnenschutz ist mit dem flexiblen UPF-50-Verdeck gesorgt, und dank vieler Taschen sowie Korb hinten findet auch das Familiengepäck seinen Platz.
Erfahrungsbericht
Als erfahrene Bollerwagen-Nutzer sowohl in der Stadt als auch im Urlaub am Strand waren wir besonders gespannt darauf, was der "L4" von Wonderfold um seinen zugegeben stolzen Preis zu bieten hat. Schon beim Auspacken bemerkt man, dass beim Material nicht gespart wurde. Aluminum-Gestänge, Mesh-Überzug, Kunstleder-Griff, Vollgummiräder – alles top.
Der Aufbau ist relativ schnell erledigt. Einzig ein paar Schutzhüllen sind zu entfernen, ehe die einzelnen losen Teile einfach auf den Korpus gesteckt werden. Das lässt sich ganz intuitiv erledigen: Die Anleitung hat auf uns fast komplizierter als notwendig gewirkt. In knapp 20 Minuten ist alles aufgebaut – inklusive zweier Doppelsitze, die sich neigen lassen, die man aber auch weglassen kann, wenn man statt Kinder lieber Gegenstände transportiert.
Hiermit kommen wir auch gleich zum zentralen Punkt: Der "L4" spielt seine Stärken als viersitziger Kinderwagen aus. Für alle Insassen ist ein 5-Punkt-Gurt vorhanden, der uns zwar immer wieder stört, wenn sich die einzelnen Stränge voneinander lösen, aber Sicherheit verspricht. Bewegt wird er per Schiebegriff, der sich in mehreren Höhen einstellen lässt. Im Vergleich zu nahezu allen anderen Bollerwägen bietet Wonderfold eine Tür zum Ein- und Aussteigen. Selbstständige Kinder werden das lieben, starke Väter, die Kinder sonst einfach rein- und rausheben, für überflüssig befinden.
Das Fahren an sich ist dank der sehr groß geratenen Räder einfach und angenehm, einzig beim Überwinden von Bordsteinen stößt man in Vollbesetzung beim Anheben an seine Grenzen. Hier fällt dann auch auf, dass auf eine Zugstange, wie bei Bollerwägen üblich, verzichtet wurde. Das ist aber auch alles, denn ansonsten bietet der "L4" mehr Extras als so mancher Mittelklasse-Wagen. Vom Sonnenschutz-Dach bis zum üppigen Gepäckfach vorne inklusive Magnetverschluss bis hin zum Becherhalter.
Produktdaten
- Altersempfehlung laut Hersteller
- ab 6 Monaten
- Materialien
- Aluminium, Mesh und Leder
- Maße
75 cm x 135 cm x 120 cm
- Gewicht
- 23,6 kg
- Herstellungsland
- USA
- Weitere Infos
- ASTM-zertifiziert
- BPA-frei
Unser Fazit zum Bollerwagen "L4" von Wonderfold
Der "L4" ist so etwas wie der Range Rover unter den Bollerwägen: unglaublich geräumig, sehr komfortabel und mit vielen smarten Extras ausgestattet. Die Dimensionen sollte man aber nicht unterschätzen. Für Ausflüge mit mehreren kleinen Kindern ideal, für reine Transport-Aufgaben eines Bollerwagens zu unpraktisch.
