Die besten Elektro-Surfboards [Ratgeber]

Welche Varianten von E-Surfboards es gibt und was bei der Auswahl wichtig ist: Hier der Überblick vom Profi-Wassersportler.
Außerdem die besten Modelle und Hersteller kompakt aufgelistet.

Motorisierte Surfbretter sind nicht neu. Die ersten Prototypen, die mit Benzinmotoren betrieben wurden, tauchten bereits ab den 1930er Jahren auf und hatten Namen wie Surfscooter, Scimboat, Skidaddle oder Motorboard und brachten es auf Geschwindigkeiten von teilweise über 40 km/h. Es brauchte aber bis in die 2000er Jahre bis die Firma Jetsurf aus Tschechien ein erstes Serienprodukt auf den Markt bringen konnte. Jetsurf ist immer noch der Marktführer bei benzinbetriebenen Surfboards, allerdings blieb der Sport aufgrund der lauten Motorengeräusche eine Nische. Was bei Fahrrädern und Skateboards funktioniert, ist aber auch bei Surfboards möglich: Surfbretter, die per Elektromotor angetrieben werden.

Ob dabei ein eFoil oder Jetboard die bessere Wahl ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Fakt ist aber bei beiden Varianten, dass dieser Sport kostenintensiv ist. Günstige Modelle von Billiganbietern bringen nicht nur Frust mit sich, sie haben teils auch Sicherheitsmängel.

Welches E-Surfbrett für welchen Fahrertyp die bessere Wahl sind, welche Reichweite sie erzielen und welche Hersteller von eFoils und Jetboards zu den besten zählen: Hier der Überblick.

Tipp: Die kompakte Übersicht der besten SUPs gibt’s hier.

Checkliste für Elektro-Surfboards

  • Funktionsweise Jetboard und eFoil: Jetboards fahren auf der Wasseroberfläche. Elektro Hydrofoils hingegen, auch eFoils genannt, schweben ca. 60 cm über dem Wasser. Dies ist durch einen Mast unter dem Board möglich, an dem ein Unterwasserflügel angebracht ist. Sowohl Jetboards als auch eFoils regeln über eine Funkfernbedienung in der Hand die Geschwindigkeit – gelenkt wird durch Gewichtsverlagerung. Ob ein Jetboard oder eFoil die bessere Wahl ist, ist auch eine Frage des Geschmacks – ähnlich wie beim „Ski oder Snowboard“. Der eine möchte die Gischt des Wassers spüren und mag hohe Geschwindigkeiten wie bei einem Jetboard. Der andere mag Carven wie im Tiefschnee und liegt hier mit dem eFoil richtig. Das eFoil kommt dem traditionellem Wellenreiten am nächsten und bietet gegenüber den Jetboards einen großen Vorteil: die Reichweite.
  • Jetboard: Bei der richtigen Wahl des Jetboards kommt es auf das Gewicht und das Können des Fahrers an. Generell gilt, je kleiner das Board, desto wendiger, aber auch schwieriger zu Fahren. Es gibt sehr große und einfach zu fahrende Jetboards wie das Lampuga Air. Die weiche SUP Hülle und das große Volumen machen das Lampuga ideal für Familien. Eltern können hier auch mit Kindern zusammen fahren und die Beschleunigung ist nicht so aggressiv. Außerdem lässt sich das aufblasbare Board leicht verstauen. Eine Alternative ist das Radinn Freeride – ein Allrounder-Hartschalen-Jetboard, das kürzer, wendiger und leichter als das Lampuga ist. Wer richtig Action auf dem Wasser sucht, ist mit dem noch kleineren Radinn Tarifa gut beraten. Allerdings sollte das Gewicht des Fahrers hier unter 95 kg sein.
  • Elektro-Hydrofoil: Auch hier kommt es auf Können und Gewicht des Fahrers an. Je größer das Board, desto einfacher das Fahren bzw. Starten. Je kleiner der Flügel desto schneller und wendiger wird das eFoil. Der Marktführer Lift Foils, der das erste Elektro Hydrofoil 2018 auf den Markt gebracht hat, bietet mittlerweile die 3. Generation in vielen Variationen an. Gewählt werden kann zwischen vier Boardgrößen und 12 Flügeln. Dabei ist beim Losfahren zu 70 Prozent die Größe des Boards relevant und beim Schweben zu 70 Prozent der Flügel. Ist das Board zu klein für das Gewicht des Fahrers kommt man nur schwer in Gleitfahrt und kann nicht genügend Geschwindigkeit aufbauen. Mit 14.000 EUR liegt das eFoil in der gleichen Preisklasse wie die Jetboards. Die Annahme, dass es schwieriger ist ein eFoil zu fahren, muss so nicht stimmen. Zwar ist es leichter, ein großes Jetboard wie das Lampuga Air oder Radinn Freeride zu fahren, aber ein kleines Radinn Carve ist schwerer zu beherrschen. Mit ein wenig Balancegefühl steht man auf einem Jetboard innerhalb 15 Minuten und auf einem eFoil in 30 Minuten.
  • Reichweite: Die Reichweite ist bei einem Elektro Hydrofoil (eFoil) ungefähr dreimal so hoch. 30 Minuten bei einem Jetboard und 90 Minuten beim eFoil. Dies hat zwei Gründe: Zum einem ist der Propeller des Hydrofoils effizienter als ein Jetantrieb und zum anderen geht der Energieverbrauch der E-Foils um 70 Prozent zurück, sobald es abhebt. Dann produziert es nämlich keine Wasserverdrängung und Reibung mehr. Der Nachteil des eFoils ist, dass es mindestens eine Wassertiefe von 1,20 benötigt. Außerdem ist es für Kinder unter 16 Jahre weniger geeignet.
  • Kennzeichen für Elektro-Surfbretter: In Österreich gelten die Elektro Surfbretter als Schwimmkörper und müssen genauso wie in Deutschland zugelassen werden. Sie erhalten dann ein Kennzeichen wie andere Sportboote auch. Es gibt dabei in Österreich aber Unterschiede je nach Leistung und Antriebsart bzw. können unterschiedliche Regelungen je nach Gewässer/Bundesland gelten. In Deutschland unterscheidet man zwischen eFoils, die als Kleinfahrzeuge zugelassen werden und Jetboards, die als Wassermotorräder (Jetskis) eingestuft werden. Dies bedeutet, dass die Jetboards auf Binnengewässern außerhalb von Jetskistrecken nur zur Wanderfahrt (Geradeausfahrt von A nach B) genutzt werden dürfen.
  • Die besten Marken und Hersteller von E-Surfboards: Die ersten Elektro Surfbretter kamen 2016 von den Firmen Onean aus Spanien, Radinn aus Schweden sowie Waterwolf und Lampuga aus Deutschland auf den Markt. Eine Lithium Ionen Batterie versorgt hier den Elektroantrieb mit einer Leistung von 5-11 kW. Mit Preisen ab 10.000 EUR nicht unbedingt ein günstiges Hobby, aber eine sehr gute Alternative zu Jetskis, die von mehr und mehr Gewässern wegen der lauten Motorengeräusche verbannt werden. Zudem ist ein Elektro Surfbrett leichter zu transportieren und zu verstauen. Gerade Bootsbesitzer sehen hier die Vorteile.

Tipp: Einen Geschenkgutschein für eine Fahrt mit dem Jetboard von Lampuga gibt es hier. 

Empfehlenswerte Surfbretter mit Motor

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Wichtig bei eFoils: Ist das Board im Verhältnis zum Gewicht des Fahrers zu klein, kommt man nur schwer in Gleitfahrt und kann nicht genügend Geschwindigkeit aufbauen. Je größer das Board, desto einfacher das Fahren bzw. Starten. Bei den Jetboards ist das Lampuga Air mit seinem großen Volumen ideal für Familien.

Andreas Lakeberg
Wassersportler, E-Surfer und Surf-Blogger

Jetboards

Lampuga Air – Surfboard mit Motor

Das Elektro-Surfbrett Lampuga Air ist aufblasbar und kann somit im Auto transportiert werden. Auch für Einsteiger/Anfänger sehr gut geeignet.

  • Max. Geschwindigkeit: 50 km/h
  • Reichweite: 45 Minuten
  • Aufladezeit: 120 Minuten
  • Motor: 10 kWh
  • Gewicht inkl. Batterie: 52 kg
  • Antrieb: Jet
  • inklusive Fernbedienung

ab 13.199,00 EUR

Radinn Freeride – Allrounder Jetboard

Ein Allrounder-Jetboard, das trotz einer Höchstgeschwindigkeit von 56 km/h einfach zu fahren ist und somit auch für Einsteiger geeignet ist.

  • Max. Geschwindigkeit: 56 km/h
  • Reichweite: 25-45 Minuten
  • Aufladezeit: 120 Minuten
  • Motor: 7,5 – 9 kWh
  • Gewicht inkl. Batterie: 44 kg
  • Antrieb: Jet
  • inklusive Fernbedienung

ab 10.590,00 EUR

Radinn Carve – Jetboard für Fortgeschrittene

Dieses Jetboard ist für gute bis sehr gute Fahrer bis 90 kg entwickelt worden, das kleine Board ermöglicht scharfe Kurven und enge Manöver.

  • Max. Geschwindigkeit: 52 km/h
  • Reichweite: 25-45 Minuten
  • Aufladezeit: 120 Minuten
  • Motor: 7,5 – 9 kWh
  • Gewicht inkl. Batterie: 41 kg
  • Antrieb: Jet
  • inklusive Fernbedienung

ab 11.680,00 EUR

e-Foils

eFoil von Lift Foils  – Original Elektro-Hydrofoil

Das Original eFoil in der 3. Generation, der Bestseller unter den Elektro-Hydrofoils – auch für Einsteiger geeignet.

  • Max. Geschwindigkeit: 48 km/h
  • Reichweite: 120 Minuten
  • Aufladezeit: 120 Minuten
  • Motor: 5 kWh
  • Max. Gewicht: 136 kg
  • Antrieb: Propeller
  • inklusive Fernbedienung

ab 13.999,00 EUR

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