Die 3 besten Familienautos [Ratgeber]

Autos für die Familie: Vans, Kombis und SUV. Welches Automodell das aktuell beste Familienauto ergibt, entscheiden die Fragen nach Raumangebot, Kofferraum, Sicherheit und Sitzplätzen.

Früher galten Vans als die perfekten Familienautos, die einem zwar Kompromissbereitschaft bei der Optik abverlangten, dafür aber einen vollbeladenen Alltag meisterten. Das ist heute anders. Kombis und vor allem SUV bieten ebenfalls einen großen Kofferraum, oftmals sieben Sitze und viel Platz. Als Reaktion auf diese Konkurrenz wurden Vans hübscher. Allen ist somit gemein, dass sie Lifestyle und Praktikabilität verbinden. Welche Modelle überzeugen als Familienauto? Auch in der Dad’s Life Community ist das ein vieldiskutiertes Thema.

Checkliste: Familienauto

  • Sicherheit (Euro NCAP, Nur 5-Stern-Bewertungen)
  • 5 bis 7-Sitze (Beinfreiheit)
  • Großer Kofferraum (ab ca. 500 Liter, erweiterbar, geeignet für den Kinderwagen)
  • geräumiger Innenraum (Beinfreiheit, Sitzabstand)
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis (Features, Komfort und Sparmöglichkeit)

Wichtigste Kriterien für ein Familienauto

Raumangebot

Der wichtigste Faktor, der ein Modell zu einem der besten Familienautos macht, ist das Raumangebot. Gibt es eine dritte Sitzreihe? Also Platz für bis zu sieben Personen? Ist der Kofferraum groß genug? Habe ich auch vollbeladen noch Platz, um mich zu bewegen? Komme ich auch mit drei Kindern durch den Alltag, ohne eines in die Dachbox sperren zu müssen?

Es sind der Kofferraum, die Beinfreiheit und die Anzahl der Sitzplätze, die ein Auto zum Familienauto machen. Egal ob Van, SUV oder Kombi. Hier die besten Familienautos mit großem Kofferraum.

Sicherheit

Natürlich müssen die Modelle auch sicher sein. Doch eine 5-Stern-Wertung im Crashtest gehört bei modernen Autos etablierter Hersteller zur Pflichtübung, so dass eher nach Wunschtechnologien in Sachen automatisiertes Fahren oder Bremsassistenten gesucht werden muss. Also nach persönlichen Vorlieben.

Sichere Reifen für eine sichere Fahrt: Hochwertige Pneus sind die Grundlage, damit beim Auto alle Sicherheitsfeatures voll zur Geltung kommen. Hier gibt es alle Infos zu den besten Winterreifen im Überblick, eine Übersicht über die besten Sommerreifen bekommt ihr hier.

Preis-Leistungs-Verhältnis

Persönliche Vorliebe. Ein gutes Stichwort. Denn die gilt es auch beim Preis zu berücksichtigen. Wie viel jemand für sein persönlich bestes Familienautos ausgeben möchte, ist individuell sehr verschieden. Wie wichtig einem Kunden einzelne Aspekte sind, wie viel er wirklich fährt und ob es Markenpräferenzen gibt, spielt eine wichtige Rolle. Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis ist für jeden Käufer etwas anderes, da sich der finanzielle Background und die Anforderungen unterscheiden. Sicherlich gelten für einen Mercedes andere Ansprüche als für einen Kia.
Wer generell nach günstigen familientauglichen Autos sucht, findet hier die besten Familienautos unter 20.000 Euro.

Kindersitze

Für Familien mit Kleinkindern unverzichtbar: Die Babyschale bzw. der Kindersitz. Hier ein Vergleich von Kindersitzen, die zu unseren Favoriten zählen und auch bei den ADAC-Kindersitztests gute Ergebnisse erreicht haben.

ab Geburt bis 12 Monate ab Geburt bis 4 Jahre ab ca. 3 Monate bis 4 Jahre ab ca. 15 Monate bis 6 Jahre ab 4 bis 12 Jahre
(5,0)
(4,5)
(4,5)
(5,0)
(5,0)

Das gefällt uns

  • laut ADAC-Urteil „sehr sicher“
  • sehr flache Ruheposition möglich
  • zentraler Versteller für Größenanpassung – einfach bedienbar

Das könnte besser sein

  • Montage des zusätzlichen Seitenaufprallschutzes (SIP+) ist laut ADAC „mühselig“

Das gefällt uns

  • hohe Sicherheit bestätigt durch ADAC und Stiftung Warentest
  • Bestnote bei der Schadstoffbewertung beim ADAC-Test
  • passt für Kinder ab der Geburt bis 4 Jahre
  • 360 Grad drehbar – einfacher Ein- und Ausstieg für Eltern und Kind

Das könnte besser sein

  • kann nicht wie eine übliche Babyschale getragen werden
  • hohes Gewicht (13,9 kg)

Das gefällt uns

  • lt. ADAC-Urteil „sehr sicher“ (Note 1,7 beim ADAC-Test 2018)
  • drehbar – somit Einstieg im Vergleich zu anderen, nicht schwenkbaren Kindersitzen deutlich einfacher

Das könnte besser sein

  • mit einem Eigengewicht von 16,3 im Vergleich zu anderen Kindersitzen schwerer

Das gefällt uns

  • lt. ADAC-Urteil vom Kindersitztest 2022 „sehr sicher“
  • lange verwendbar: bis Körpergröße 115 cm, somit bis ca. 6 Jahre

Das könnte besser sein

  • die sehr hohe Sicherheit muss mit einem hohen Preis erkauft werden

Das gefällt uns

  • zusätzliche Befestigungsmöglichkeit: bessere Seitenstabilität im Vergleich zu anderen Kindersitzen
  • Note 1,8 („gut“) und Testsieger in Kategorie i-Size 100-150 cm beim Kindersitz-Test von ADAC und Stiftung Warentest 2022
  • Bestnote 1,0 bei Schadstoffen
  • schmales Design

Das könnte besser sein

  • keine Ruheposition einstellbar
  • lt. Hersteller-Angaben ab 3,5 Jahre geeignet – ADAC: „ideal“ erst ab ca. 4 Jahre
Norm

i-Size (Unterkategorie der ECE R 129-Norm)

Norm

i-Size (Unterkategorie der ECE R 129-Norm)

Norm

i-Size (Unterkategorie der ECE R 129-Norm)

Norm

i-Size (Unterkategorie der ECE R 129-Norm)

Norm

i-Size (Unterkategorie der ECE R 129-Norm)

Befestigung

Isofix oder Sicherheitsgurt

Befestigung

Isofix

Befestigung

Isofix

Befestigung

Isofix

Befestigung

Isofix oder Sicherheitsgurt

Alter / Größe

ab Geburt bis ca. 12 Monate bzw. ab 40 bis 75 cm

Alter / Größe

ab Geburt bis ca. 4 Jahre bzw. 40 bis 105 cm Körpergröße

Alter / Größe

ab ca. 3 Monate bis 4 Jahre bzw. 61-105 cm

Alter / Größe

ab ca. 15 Monate bis 6 Jahre bzw. 76-115 cm

Alter / Größe

ab ca. 4 bis 12 Jahre bzw. 100 bis 150 cm

Testergebnis

Testsieger ADAC-Test 10/2023 Kindersitze bis 1 Jahr.: Bei Verwendung der „iZi Modular i-Size Base“ Gesamtnote 1,7 (gut), bei Befestigung mit 3-Punkt-Gurt Gesamtnote 2,1

Testergebnis

Testsieger beim ADAC Kindersitztest im Oktober 2019 (zusammen mit Stiftung Warentest) in der Kategorie bis 4 Jahre mit Gesamtnote 1,8 

Testergebnis

Gesamtnote 1,7 („gut“) beim ADAC-Test 2018 – „sehr sicher, aber sehr schwer“

Testergebnis

Testsieger beim Kindersitztest von Stiftung Warentest 06/2022 mit Note 1,5 („sehr gut“). Auch lt. ADAC-Urteil ein „sehr sicherer und einfach zu bedienender Kindersitz“ inklusive Fangkörper.

Testergebnis

Note 1,8 („gut“) und Testsieger in Kategorie i-Size 100-150 cm beim Kindersitz-Test von ADAC und Stiftung Warentest 2022

239,00 EUR
Richtpreis
389,00 EUR
Richtpreis
499,90 EUR
Richtpreis
549,95 EUR
Richtpreis
241,00 EUR
Richtpreis

Top-Familienautos (je Klasse)

An dieser Stelle seien die drei besten Familienautos beispielhaft vorgeführt. Wichtig: Das ist natürlich keine endgültige Liste. Je nach Anforderung, Geschmack und finanziellen Möglichkeiten kann die Auswahl der besten Familienwägen unterschiedlich ausfallen. Wir haben an dieser Stelle aus jedem Segment – also SUV, Van und Kombidas familienfreundlichste Auto aus dem Modelljahr 2019 gewählt. Es sind also nur neu vorgestellte Fahrzeuge berücksichtigt.

Der beste Familienvan: Mercedes B-Klasse

Es ist der Stern unter den Vans (Achtung, Wortwitz). Konkurrenten wie der Renault Espace, der VW Golf Sportsvan, BMW 2er Gran Tourer oder der Ford S-Max sind schon etwas in die Jahre gekommen. Die Mercedes B-Klasse ist schlichtweg das mit Abstand neueste Auto im Segment der Vans. Das liegt aber daran, dass Mercedes mit der markentypischen Qualität an das Segment der Familienautos ran gegangen ist. Was natürlich auch markentypisch Geld kostet.

Der Einstiegspreis variiert zwischen 28.143 Euro (109 PS, Benziner, Schalter) und 41.132 Euro (224 PS, Benziner, Doppelkupplungsgetriebe). Egal, für welche Variante sich der Käufer entscheidet, er bekommt ein Auto, das nicht nur eine 5-Stern-Wertung beim Euro NCAP Crashtest bekommen hat, sondern auch noch außergewöhnlich gut in den Detailwertungen abgeschnitten hat. So vergibt die Organisation 90 Prozent für die Sicherheit der Kinder, 96 Prozent für Erwachsenen-Insassen, 78 Prozent für Fußgänger und 75 Prozent für die Sicherheitsunterstützung.

Einziges Manko: Eine dritte Sitzreihe gibt es bei der Mercedes B-Klasse weder für Geld noch gut Worte. Was auch daran liegt, dass das Fahrzeug eher ein Kompakt-Van ist. Mit 4,42 Metern Länge gehört die B-Klasse eher zu den kurzen Fahrzeugen im Segment. Immerhin bietet sie mit 2,73 Metern einen üppigen Radstand, was vor allem den Fondpassagieren zu Gute kommt. Es gibt also reichlich Platz für Kindersitze.

Im Kofferraum gibt es einen Stauraum von 445 Liter. Was für den Alltag genug ist, vielleicht auch noch für einen kurzen Urlaub. Der Kofferraum muss hier aber klare Abstriche machen, um die Bequemlichkeit vorne abzusichern. Was nur konsequent ist. In einen langen Urlaub fährt man nur einmal im Jahr, zur Schule, zum Sport und zum Einkaufen aber jeden Tag. Wer die Kinder daheim lässt und die Rücksitzbank umklappt, der kann immerhin 1.530 Liter laden.

Technische Daten: Mercedes B 160d

KlasseKomapkt-Van
MotorDiesel
Leistung95 PS
Gänge6
GetriebeManuell
AntriebFront
Einstiegspreis30.416,40 €
Verbrauch von4,1 l/100 km 
Verbrauch bis4,3 l/100 km 
Höchstgeschwindigkeit188 km/h 
Länge4.531 mm 
Breite1.796 mm 
Kofferraumvolumen von455 Liter 
Kofferraumvolumen bis1.540 Liter 
Euro NCAP Crash in Sterne5 Sterne 

Der beste Familienkombi: Kia Ceed Sportswagon

Kia offeriert mit dem Ceed Sportswagon ein wirklich großes Auto mit modernster Sicherheitsausstattung zu einem fairen Preis, was diesen Kombi zu einem der besten Familienautos 2019 macht. Je nach Motor und Ausstattungsvariante oszilliert der Preis zwischen 16.990 Euro (100 PS, Benziner, Schaltgetriebe) und 36.190 Euro (136 PS, Diesel, Doppelkupplung).

Doch für den Preis gibt es viel Auto. Zwischen den beiden Nummernschildern liegen in Summe 4,60 Meter. Mit einem Ladevolumen zwischen 625 Liter (fünf Plätze) und 1.694 Liter (umgeklappte Fondsitze) bietet er üppig viel Laderaum für einen Kombi. Auch und vor allem bei hochgeklappter Rücksitzbank.

In Sachen Sicherheit gibt es allerdings zu beachten, dass der Kia Ceed in seiner Basisausstattung lediglich vier Sterne geholt hat. Was vor allem daran liegt, dass der Hersteller eine günstige Einstiegsvariante anbieten will. Wer einen Kia Ceed Sportswagon mit einer 5-Stern-Wertung möchte, muss das Sicherheitspaket dazu bestellen (390 Euro). Dann gibt es 85 Prozent für die Sicherheit der Kinder, 88 Prozent für Erwachsene-Insassen, 68 Prozent für Fußgänger und 73 Prozent für die Sicherheitsunterstützung. Nimmt man das Sicherheitspaket nicht, stürzt die Wertung für die Fußgängersicherheit auf 52 Prozent ab, was den fünften Stern kostet.

Ansonsten weiß Kia vor allem mit exzellentem Service zu überzeugen. Bekannterweise bieten die Koreaner als einzige Marke sieben Jahre (oder 150.000 Kilometer) Garantie.

Technische Daten: KIA Ceed SW 1.6 CRDI 115

KlasseKombi
MotorDiesel
Leistung115 PS
Gänge6
GetriebeManuell
AntriebFront
Einstiegspreis22.490 €
Verbrauch von3,9 l/100 km 
Verbrauch bis4,0 l/100 km 
Höchstgeschwindigkeit192 km/h 
Länge4.600 mm 
Breite1.800 mm 
Kofferraumvolumen von625 Liter 
Kofferraumvolumen bis1.694 Liter 
Euro NCAP Crash in Sterne5 Sterne 

Das beste Familienauto-SUV: Toyota RAV4

Klar, in der Branche wird hart um Heritage gestritten. Aber zu sagen, dass Toyota das SUV-Segment erfunden hat, ist nicht weit hergeholt. Nicht nur das. Toyota ist auch führend bei der Herstellung von Hybridantrieben. Und so ist es kein Wunder, dass es eines der beliebtesten SUV der Welt gar nicht mehr mit Dieselmotor gibt. Den Toyota RAV4 gibt es ausschließlich mit Benzinmotor oder als Hybrid-Variante. Dann wird der Benziner mit einem Elektromotor unterstützt.

Derart motorisiert reicht die Preisspanne von 29.990 Euro (175 PS, Benziner, Frontantrieb, Schaltgetriebe) bis 47.690 Euro (222 PS, Hybrid, Allradantrieb, Automatik). So oder so obligat: Eine 5-Stern-Wertung von Euro NCAP. Mit 87 Prozent für die Sicherheit der Kinder, 93 Prozent für Erwachsene-Insassen, 85 Prozent für Fußgänger und 77 Prozent für die Sicherheitsunterstützung.

Diese Technik, verbunden mit den sehr umfangreichen Technikpaketen, macht den Toyota RAV vielleicht zum komplettesten Familienauto. Zumal es auch in den Dimensionen den zwei anderen in nichts nachsteht.

Eine Länge von 4,60 Metern und ein Radstand von 2,70 Meter reichen nicht nur für komfortable Platzverhältnisse für die Passagiere, sondern auch für einen konkurrenzfähigen Kofferraum (580 bis 1.690 Liter). Trotzdem gehört der Toyota RAV4 nicht zu den Riesen im Segment, weswegen auch hier auf eine dritte Sitzreihe verzichtet werden muss.

Technische Daten: Toyota RAV4 2,0 4×2

KlasseSUV
MotorBenzin
Leistung175 PS
Gänge6
GetriebeManuell
AntriebFront
Einstiegspreis29.990 €
Verbrauch von6,0 l/100 km 
Verbrauch bis6,1 l/100 km 
Höchstgeschwindigkeit190 km/h 
Länge4.600 mm 
Breite1.855 mm 
Kofferraumvolumen von580 Liter 
Kofferraumvolumen bis1.690 Liter 
Euro NCAP Crash in Sterne5 Sterne 

Die wichtigsten Fragen zu den Familienautos

Welches ist das beste Familienauto?

Eines der komplettesten Familienautos ist in unseren Augen der Toyota RAV4. Ein Auto, das einen großen Kofferraum, ausreichend Platz im Innenraum mit Fahrkomfort und größtmöglicher Sicherheit vereint. Führend beim Crash-Test und somit in punkto Sicherheit: Die Mercedes B Klasse. Der Ceed Sportswagon ist etwas günstiger – aber ebenso ein wirklich großes Auto mit sehr guter Sicherheitsausstattung zu einem fairen Preis. Alle weiteren TOP-Familienautos findet ihr im obigen Beitrag übersichtlich mit allen Details aufbereitet.

Welche Kaufkriterien sind beim Kauf eines Familienautos wichtig?

Das Platzangebot muss auf die Anzahl der Familienmitglieder abgestimmt sein – ob 5 oder 7 Sitzer entscheidet also die individuelle Größe der Familie. Entscheidend für genügend Knie-/Beinfreiheit ist ein langer Radstand, beim Thema Sicherheit führt kein Weg an möglichst 5 Sterne beim Crashtest vorbei: Beim Euro NCAP Crashtest werden alle relevanten Sicherheitskomponenten unabhängig geprüft.

Welches ist das sicherste Familienauto?

Die Höchstwertung beim Punkt „Sicherheit für Kinder“ erreicht die Mercedes B Klasse mit 90% und insgesamt 5 Sternen (von 5).

Tipp: Kfz-Versicherungen vergleichen

Neue oder bestehende Versicherung sollte von Zeit zu Zeit mit anderen Anbietern und Angeboten verglichen werden – denn die Prämien-Unterschiede sind teils enorm. Hier geht’s zum Vergleichsrechner mit allen Infos zur Kfz-Versicherung.


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Redaktion